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  ...  am  16. Mai 2016

   liebes Tagebuch, mein Freund ..

Ich bin es; dein Yayo. Und nein. Ich habe dich nicht
vergessen. Wahrlich nicht. So viele Dinge sind geschehen. All die Zeit.
Gute. Traurige. Schöne und Unvergessene Dinge gingen ihres Weges.
Auch der schöne Stern ist noch da, weißt du. Er hat uns nie verlassen.
Ich bin nun sieben Jahre alt. Mamusch sagt, dass aus dem kleinen
ängstlichen Podenco (das bin ich) ; ein sehr mutiger und kluger
Gefährte geworden sei. Das macht mich unsagbar stolz. Und ich gebe mir
alle Mühe, die es gibt, noch klüger und mutiger zu sein. Obwohl ich heute
eingestehen muss, dass aus meinem Popo Dünger Pupse heraus kommen.
Versehentlich habe ich im Garten etwas geschleckt. Du kannst es mir glauben,
kein gutes Duftgefühl. Wir sprühen einfach ein bisschen mit Febreze Vanille
Sensitiv. Auf dem Liegekissen in meinem Korb. Über meinen Ohrensessel; und
auch einen klitzekleinen Sprüher über den Popo. Dumme Sache das mit dem
Dünger. Aber es wird vorüber gehen. Vielleicht morgen schon. Ich habe mich
auch schon in den Wind gestellt und meine Rute weit nach oben gehalten, aber
es hat nix genutzt. Düngerpupse bleiben Düngerpupse. Ich möchte dir etwas
anvertrauen; Vor einiger Zeit wurde Atila Morgenstern von dem schönen Stern
abgeholt. Mamusch und ich brauchten eine Weile. Und wir haben uns einfach von
dieser Welt abgemeldet. Weil es so weh tut. Es ist, als wehe von überall her ein
kalter und stürmischer Wind durch die Räume. Unser guter Freund fehlt so sehr.
Er war sehr krank, weißt du; Sein Darm. Er war so tapfer und ein ganzes Jahr
lang haben wir nichts unversucht gelassen, damit er wieder gesund wird. Dennoch
haben wir den Kampf verloren. Und es tut so weh. An einem Tage hat Atila es
gesagt. Er hat gesagt, "Es tut so weh." So tat es uns noch sehr viel weher. Weil
wir seinen Schmerz nicht tragen durften. Wir haben all die schönen Orte aufgesucht.
Seine Orte. Wo er am glücklichsten war. Als er nicht mehr konnte, da hat Mamusch
ihn getragen. Das hat ihm wirklich sehr gefallen. Ich konnte es fühlen. Ja. Er war
sehr glücklich, seine Orte noch einmal sehen zu können. Als wir für einige Minuten
eine kleine Rast im Wald einlegen mussten, da sagte er zu mir, " Du solltest nicht
so traurig sein, lieber Freund. Schau diesen wunderschönen mächtigen Baum dort drüben.
Ist seine Zeit gekommen, so wirft er sein Laub von sich. Er steht stumm und kahl
neben seinen Brüdern und Schwestern und ruht. Der Wind wird sich in seinem
Geäst niederlassen und seine Träume bewachen. Bis erste Sonnenstrahlen neues Leben
darüber werfen. So wird er sich dehnen und strecken und prächtiger denn je in seiner
Blüte stehen. Wie auch der schöne Baum möchte ich ein wenig ausruhen. Von allem.
Ich habe alles gegeben. Und alles bekommen. All meine Wünsche wurden wahr. Und
all meine Träume. Ich liebe euch so sehr, weißt du. Dich liebe ich. Und Mamusch ...
Nun habe ich Sehnsucht. Sehnsucht nach der Freiheit. So wie ein Falke möchte ich
fortfliegen. Und frei sein ...  Ja. Das hat er gesagt. Ich wollte nicht weinen. Aber
es passierte einfach. So haben wir ihn ziehen lassen. Unseren Freund Atila Morgenstern.
Mamusch hat ihn so schön her gerichtet. Für seine Reise über den Horizont. Er bekam
einen Cent für das Törchen mit auf den Weg. Und zu essen. Damit er niemals mehr ...
in welche neue Geschichte auch immer er einkehrt, Hunger leiden muss. Hunger und Qual.
Vor einigen Tagen trugen wir seine Asche hin zu seinen glücklichsten Momenten. Zu den
Orten, an denen er zuletzt noch so glücklich war.. Wir haben uns ganz fest gehalten.
Im Wald war es schon ganz dunkel. Niemand war dort. Wir wollten für uns bleiben ...

... In dem ewigen Tal ... da erzählt man sich, dass alles Leben, in welcher Gestalt
auch immer es sein mag, ein kleiner Funke neben all den Sternen unter der Erhabenheit
des Elysiums sei. Man sagt, dass der Himmel dunkel bliebe, gäbe es die kleinen sprühenden
Funken nicht. So vergäße der Wind in seiner Traurigkeit ein Lied zu summen. Die Rosen
blieben schlafend in ihrem Traum ... Und dennoch ; Manchmal mag ein kleiner Funke nicht
mehr leuchten. Es sehnt ihn weiter zu wandern. Und alsbald, wenn die Zeit aus ihren Träumen
erwacht, da trägt sie ihn fort bis hin zu dem Ende des Himmels. Dort, wo alle Sterne sich
treffen ... und einander schubsen und drängeln. Weil ein jeder von ihnen ersehnt, einen guten
Blick aus der Weite der Stille zu erhaschen. Geborgen in ihrer Mitte strahlt der kleine Funke
glücklicher denn je. Weil er inmitten all der vielen schönen Sterne der Allerschönste geworden war.

    Atila Morgenstern. Am 9. Mai 2016

Ja. Du bist ein Falke geworden. Du bist frei. :'(  In Liebe deine Mamusch. Dein Yayo ...
...Und sage Allen ... die wir lieben und vermissen, sage ihnen, wie sehr wir sie lieben ;